Statement

 

Durch meine Fotografien werden verborgene Bilder ans Licht geholt. Mit Hilfe dieser Sprache ohne Worte hole ich sie aus meinem Inneren und gebe ihnen eine reale Bühne. Diesen Bildern gehen meist präzise Inszenierungen voraus, denn sie müssen durch Requisiten und Modelle erst zum Leben erweckt werden.

Immer häufiger treffe ich jedoch auch auf perfekte Inszenierungen, die andere bereits für mich vorgenommen zu haben scheinen. Und obwohl diese Bilder objektiv bereits existieren, vollendet sie erst der subjektive Blick durch das Auge meiner Kamera. Diese Zufallsinszenierungen beruhen auf genauer Beobachtung meiner Umgebung. Sie oszillieren zwischen Dokumentarfotografie und Stilleben des Vergänglichen. Als Sammler dieser flüchtigen, kurzlebigen Kompositionen baue ich mir ein stetig wachsendes Archiv verborgener Bilder.

Im Gegensatz zu diesen vergänglichen Momenten steht das Medium des Films, auf die diese belichtet werden. Wenn möglich, bevorzuge ich analoge gegenüber digitaler Fotografie. Das Handwerkliche und die Materialität dieser Technik haben für mich eine besondere Bedeutung. Sie sind ein wesentlicher und vor allem auch greifbarer Teil der Entstehung der bis dahin ungreifbaren Bilder.

 

Through my photographs I try to bring hidden images to light. This language without words helps me to retrieve them from within myself and give them a real stage. These images are usually preceded by precise orchestration, because first they must be brought to life with the help of props and models. 

More and more frequently however I encounter perfect stagings that others seem to have carried out for me already. And while these images are already existing objectively speaking, they are only completed by the subjective eye of my camera. These random stagings are based on close observation of my surroundings. They oscillate between documentary photography and still lifes of the ephemeral. I collect those fleeting, short-lived compositions and thus assemble a steadily growing archive of hidden images.

These transitory moments are in sharp contrast to the medium of the film onto which they are exposed. Whenever possible I prefer analog to digital photography. The craftsmanship and the materiality have a special significance for me. They are an essential and above all tangible part in the creation process of till then intangible images.